produktivität
action painting workshops
Mittwoch, Januar 21st, 2009 | Allgemeines | Keine Kommentare
workshops
warum?
Vor etwa 15 jahren wurde ich das erste mal gefragt, ob ich denn auch action paintng workshops durchführen würde. Da ich immer gerne etwas neues versuche, habe ich spontan ja gesagt und so kam der erste workshop mit studenten der hochschule st.-gallen zustande. Seither habe ich mehrere tausend menschen in ihren „creativen“ raum entführt und immer wieder festgestellt, wie notwendig dieser produktive ausstieg aus der alltäglichen routine für die meisten meiner zeitgenossen zu sein scheint.
was?
Das konzept ist genauso einfach wie wirkungsvoll, der erfolg setzt allerdings die absolute authentizität der moderation voraus. Ich glaube zutiefst daran, dass jeder mensch in der lage und fähig ist, wenn ihm der entsprechende rahmen gegeben wird, etwas ästhetisches, nicht wiederhobares, einmaliges zu schaffen und zwar ohne plan und konzept, spontan aus dem innersten selbst heraus. Ich sage immer gerne“ die hand soll schneller malen, als der kopf denken kann”. Die ergebnisse sind erstaunlich, am meisten für die teilnehmer selbst. Sie entdecken ungeahnte, verborgene kräfte und ressourcen, die sie dann sogar als manifestierte wirklichkeit in form eines kunstwerks mit nach hause, oder an ihren arbeitsplatz nehmen können.
wie?
Die workshops dauern in der regel zwei stunden. Die teilnehmer werden nach einer kurzen ankunftsphase gebeten ihre arbeitsoveralls über zu ziehen – dies ist eine sehr wichtige geste, da sie hiermit ihre „alltags-identität“ sozusagen an der garderobe abgeben und in eine haut schlüpfen, die offen für neues ist. Hinzukommt die gleichstellung der teilnehmer durch die einheitsoveralls; keiner ist besser oder schlechter, jeder ist einfach bemüht dem abneteuer der folgenden zwei stunden mit lust und neugierde zu begegnen.
Nach einer kurzen einführung während der ich das zur verfügung stehende material vorstelle und allen mut mache einfach drauf los zu malen, geht die musik an (trance) und die teilnehmer starten die grossformatigen flächen mit farbe und diversen werkzeugen zu gestalten. Eventuelle „ladehemmungen“ werden durch die dynamik der gruppe meist selbsttätig behoben.
Ich unterstütze wenn nötig, oder bremse „amokläufer“, wenn ich merke, dass sie aus lauter lust an der farbe ein bild „zu tode“ malen, ansonsten überlasse ich die teilnehmer ihrem eignene Rhythmus.
Wenn alle feritg sind, bitte ich zur feed back runde. Jeder stellt sich und sein werk vor, erhält bestätigung und würdigung sowohl von mir, als auch von der gruppe. Bewertet wird nicht, denn es geht in ertser linie nicht um das ergebnis, sondern um den schöpfungsprozess.
wo?
egal wo die workshops bisher stattgefunden haben, – ob tagungshotel, betriebskantine oder theater – ich habe jeden raum in ein provisorisches atelier verwandelt, denn auch die räumliche atmosphäre ist sehr wichtig für eine gelungene veranstaltung. beim ersten betreten des raumes sollen die teilnehmer spüren, dass sie einer welt begegnen, die anders ist, als ihre gewohnte alltagswelt, aber trotzdem sollen sie durch wohlbehagen und geborgenheit ihre eventuellen hemmungen alsbald verlieren.
wozu?
wir leben in einer zeit, in der die meisten menschen keinen direkten zugang mehr zum ergebnis ihrer arbeit haben, sie sind zumeist anonymer teil einer langen produktionskette und können den wert und den erfolg, den sie durch ihre tätigkeit erzielen nicht unmittelbar mit sich selbst in verbindung bringen. hinzukommt, dass jeder einzelne von uns weit mehr konsumiert als produziert, dies hat langfristig zur folge, dass natürliche ressourcen wie kreativität, spontaneität etc. als alltagswerkzeuge nicht mehr selbstverständlich und jederzeit abrufbar zur verfügung stehen. andererseits wird jedoch gerade in unserer zeit mehr denn je von jedem einzelnen innovationsbereitschaft, schnelle entscheidungs- und handlungsfähigkeit etc. abverlangt. die gegebenheiten, die uns umgeben ändern sich mit einer unglaublichen rasanz, wer sich nicht schnell genug anpasst, bleibt auf der strecke.
die teilnahme an den workshops bietet eine möglichkeit oben angeführte mängel zumindest teilweise zu beheben. ganz sicher wird der besuch einer der workshops niemanden von grund auf verwandeln, denn auch die malerei besitzt keine zauberkräfte. es wird jedoch eine tür geöffnet, hinter der sich ungeahnte möglichkeiten für jeden, der sie nutzen mag auftun.
Fragen und Antworten
Wie ist der genue ablauf eines workshops?
ankunft/begrüssung, anziehen der arbeitskleidung, kurze moderation/materialeinführung, action, feed back runde, abschied
Kann man den ablauf ggf. so modifizieren, dass der workshop in den gesamtrahmen einer veranstaltung passt?
selbstverständlich passe ich die workshops so weit es geht, gemeinsam mit dem auftraggeber an gegebene bedingungen an. es ist durchaus möglich sich einem thema/motto zu widmen, den workshop als teambildungsmaßnahme zu gestalten, oder einfach malen, um sich mal produktiv “auszutoben”. allerdings ist es mir ein grosses anliegen, den teilnehmern so viel creativen freiraum zu lassen, wie nur möglich.
wer kann an action painting workshops teilnehmen?
Jeder, der einen pinsel halten kann, vorkenntnisse sind eher hinderlich, als erforderlich.
wieviele teilnehmer hat eine gruppe?
wenn ich die gruppe alleine leite, dann sind 35 personen das maximum. bei grösseren gruppen kann ich einen oder mehrere co-trainer involvieren.
Wie lange dauert eine session?
Die kernzeit beträgt etwa zwei stunden, aber man verliert beim malen jegliches gefühl für zeit.
Was für materialien werden verwendet?
Siebdruckkartons 100 cm x 150 cm, acrylfarben und ölkreiden. Diese materialauswahl hat sich seit jahren bewährt, da sie auch für diejenigen, die über gar keine oder nur wenig erfahrung im umgang mit farben verfügen, leicht zu handhaben sind.
Wo finden die workshops statt?
jede location, die ausreichend platz für alle teilnehmer bietet ist möglich; tagungshotel, betriebskantine, oder flugzeughangar. je aussergewöhnlicher, desto besser. kleinere gruppen sind auch in meinem atelier im bayrischen wald herzlich willkommen.
Gibt es musik dazu?
Zum malen läuft trance, da es die art musik ist, die in der lage ist den kopf der teilnehmer für eine gewisse zeit abzuschalten.
Wie erleben die teilneher die workshops?
Die rückmeldungen sind so vielfältig, wie die teilnehmer, 99 % der teilnehmer sagen jedoch, dass es eine ungewöhnlich positive erfahrung war.
Was passiert mit den entstandenen bildern?
die bilder sind eigentum der “künstler” oder des veranstalters. wenn es sich um ein firmen-event handelt, dann hat sich die aufhängung der bilder in den arbeitsräumen bewährt, denn so dienen sie noch lange zeit nach dem workshop als reminder und sie sind authentischer ausdruck einer gelebten unternehmenskultur.
referenzen workshops
fotos von workshops möchte ich nicht veröffentlichen, da ich den teilnehmern eine gewisse diskretion schulde. daher zeige ich hier lediglich ein foto von den werken einer mal-session in der schweiz, der workshop fand im kulissensaal des schauspielhauses zürich im auftrag der ubs statt.
blanco gmbh und cokg
BNP Paribas
Clariant, Basel
contrain gmbh
grünenthal gmbh
hochschule st – gallen
institut für führung und personalmanagment,
Landratsamt, Lörrach
Novartis, Basel
SAK, Lörrach
Sprachheilschulen des Landkreis Lörrach
stadtverwaltung frankfurt am main
swissre
ubs
sowie zahlreiche projekte mit kindern und jungen erwachsenen
landleben
Dienstag, September 16th, 2008 | ausblicke | Keine Kommentare
nach drei jahren leben in einer stadt bin ich in den bayrischen wald gezogen. Ansatt der vielfältigen geräusche, gerüche, impressionen, begegnungen etc. sind die eindrücke hier reduziert auf ein minimum und geben mir eine form der leere, die ich zum leben und arbeiten benötige.
Das leben in der natur schärft den blick für die details, der wald ist nicht einfach nur grün, sondern entfaltet in jedem blatt, in jedem insekt ein bizarres eigenleben.
Zu meiner grössten überraschung habe ich hier in den letzten monaten z.b. ein grosses interesse entwickelt an der identifizierung meiner gefiederten nachbarschaft und siehe da, nicht alle vögel, die kleiner sind als tauben, sind spatzen!
